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Preise 2017

Bester Spielfilm: Südwind (Mythopathy)- von Tassos Boulmetis

SÜDWIND („Mythopathy“), der neue Film von Tasos Boulmetis, erzählt davon, wie der unheilbar romantische Stavros langsam erwachsen wird. Es ist die Zeit, als Griechenland nach dem Ende der Diktatur (1974) allmählich zur Demokratie findet. Ein unterhaltsamer und nostalgischer Spaziergang durch Griechenlands jüngere Vergangenheit. Erstes Liebeserwachen, Bewusstwerdung der gesellschaftlichen Situation und der Umgang mit den eigenen Gefühlen werden in modernen Mythen aufgearbeitet, die am Ende Sinn ergeben. Es entsteht ein abgerundetes Bild von dem, was Stavros will und wohin sein Lebensweg ihn führen wird. Ein Film voller Humor, Nostalgie, Romantik – und Sagenhaftem.

Bester Dokumentarfilm: The longest run – von Marianna Economou

Jasim und Alsaleh sind Flüchtlinge aus Syrien und aus dem Iran. Die beiden Minderjährigen sitzen in einem griechischen Gefängnis, wo man sie nach ihrer Verhaftung aufgrund des Verdachts auf Menschenschmuggel festhält. Regisseurin Marianna Economou begleitet die beiden während der Haft, während der Verhandlung und bei der Urteilsverkündung. Parallel dazu zeigt sie in Rückblenden, wie die Jugendlichen von Schmugglern dazu gezwungen wurden, Menschen über die griechische Grenze zu schleusen, während sie, die eigentlichen Schmuggler, zu Hause unbehelligt weiter ihrem Handwerk nachgehen. Sollten Jasim und Alsaleh für schuldig befunden werden, drohen ihnen lange Haftstrafen. Telefonate der beiden mit ihren Müttern, die in den kriegszerrissenen Heimatländern warten, akzentuieren das doppelte Eingeschlossen-Sein, dem diese Familien ausgesetzt sind. Niemand weiß, wie und wann Jasim und Alsalehs lange Flucht zuende sein wird.

 

Bester New Vision Film: Unterbrechung (Interruption) – von Yorgos Zois

 Die postmoderne Theater-Adaption einer klassischen griechischen Tragödie wird im Stadttheater Athen aufgeführt. Wie jede Nacht nimmt das Publikum auch jetzt Platz, und das Spiel beginnt. Doch dann erlischt die Bühnenbeleuchtung. Eine Gruppe junger Leute kommt auf die Bühne, in Schwarz und mit Pistolen.

Die jungen Leute entschuldigen sich für die Unterbrechung und laden Menschen aus dem Publikum ein, zum Mitmachen auf die Bühne zu kommen. Das Publikum ist ob der Ambivalenz gefesselt, aber nicht sicher: Ist das Teil des Spiels oder nicht? Die Aufführung geht weiter, allerdings mit einem wesentlichen Unterschied:

Das Leben imitiert jetzt die Kunst – und nicht umgekehrt.

 

Bester Kurzfilm: Der Samen (The Seed) – von Ifigeneia Kotsoni

Athen, in nicht allzu ferner Zukunft. Großunternehmen gehören inzwischen alle natürlichen Ressourcen, und diese Unternehmen beherrschen die Welt. Doch Nala widersetzt sich. Sie versucht selbst, Samen zu vermehren. Lässt man ihr diese Rebellion durchgehen?