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Elena’s Shift – von Stefanos Tsivopoulos
Athen, 2013: Elena, eine rumänische alleinerziehende Mutter, arbeitet als Reinigungskraft in der Metro und lebt mit ihrem Sohn und ihrer Mutter zusammen. Ihr Traum von der griechischen Staatsbürgerschaft zerbricht, als ihr Antrag abgelehnt wird. Nachdem sie von ihrem korrupten Arbeitgeber zu Unrecht entlassen wurde, knüpft sie wieder an ihre Vergangenheit als Aktivistin an und sucht Hilfe bei Yota, einer Gewerkschaftsanwältin – was eine langsam entflammende Romanze auslöst. Entschlossen, illegale Machenschaften aufzudecken, weigert sich Elena nachzugeben und riskiert, ihre Familie und die Menschen, die sie liebt, von sich zu entfremden. Sie sehnt sich danach, dazuzugehören – aber nur zu ihren eigenen Bedingungen.
Stefanos Tsivopoulos
Stefanos Tsivopoulos, ein bildender Künstler, der zum Filmemacher wurde, ist für seine unverwechselbare Bildsprache bekannt, die seine Kunstfilme prägt. Im Laufe der Jahre hat er über 30 Kurz- und mittellange Filme geschrieben, inszeniert und produziert und dabei mit renommierten Schauspielerinnen und Schauspielern sowie Filmteams in Griechenland, Deutschland, den Niederlanden, Spanien, Serbien, der Türkei und den Vereinigten Staaten zusammengearbeitet. Seine Arbeiten erkunden häufig persönliche und kollektive Erzählungen und greifen sozioökonomische und kulturelle Themen auf. Zu seinen bekanntesten Projekten zählt der dreiteilige Film History Zero, der auf der 55. Biennale von Venedig gezeigt wurde. Tsivopoulos’ Filme wurden international wahrgenommen und in renommierten Kunstinstitutionen präsentiert, darunter die Biennale von Venedig, die Tate Modern in London, das Centre Georges Pompidou in Paris und die Beijing Biennale. Seine Kurzfilme liefen auf bedeutenden europäischen und amerikanischen Festivals, darunter Montclair, Rencontres Paris/Berlin, Kasseler Dokfest, Den Haag, Thessaloniki und Athens Film Festival. Er erhielt Nominierungen für den DESTE Prize und den Future of Europe Award und gewann für seinen Kurzfilm The Remake beim 25. Kasseler Dokfest den Golden Cube. Tsivopoulos’ Langfilmdebüt Elena’s Shift (auch bekannt als Late Shift), produziert von Boo Productions (Dogtooth, Apples), wurde vom Greek Film Center (EKK) und dem griechischen öffentlich-rechtlichen Rundfunk (ERT) gefördert. Zudem nahm das Projekt an CineMart und am TorinoFilmLab teil. Derzeit entwickelt Tsivopoulos seinen zweiten Spielfilm Skylge, gefördert vom Netherlands Film Fund und Teil des EAVE-Programms 2024.
2025
Stefanos Tsivopoulos
Maria Dragus, Penelope Tsilika, Rodica Lazar, Macrina Barladeanu
Griechenland
101 Min.
Griechisch, Rumänisch und Russisch mit englischen Untertiteln
Deutschlandpremiere